Psoriasis, eine chronische Hauterkrankung, die entzündete, schuppige Stellen verursacht, erfordert häufig eine fortlaufende Behandlung. Obwohl moderne Therapien sehr wirksam sind, kommt es häufig vor, dass Behandlungen mit der Zeit an Wirksamkeit verlieren. Dies ist nicht nur eine Frage der Wahrnehmung; Der Körper kann sich anpassen und die Wirkung eines Medikaments abschwächen. Für eine wirksame Behandlung der Erkrankung ist es entscheidend zu verstehen, warum dies geschieht.
Wie Behandlungen ihre Wirksamkeit verlieren: Eine Aufschlüsselung
Die Wahrscheinlichkeit eines Behandlungsversagens variiert je nach Ansatz:
- Topische Behandlungen: Trotz gegenteiliger Behauptungen gibt es kaum Hinweise darauf, dass topische Steroide aufgrund von „Tachyphylaxie“ (einem angeblichen Rückgang der Reaktion) an Wirksamkeit verlieren. Stattdessen ist eher eine Verschlechterung der Psoriasis oder eine inkonsistente Anwendung schuld.
- Systemische Kortikosteroide: Hierbei handelt es sich nicht um eine primäre Psoriasis-Behandlung, und es gibt Hinweise darauf, dass sie mit der Zeit nicht an Wirksamkeit verlieren. In der Vergangenheit aufgrund möglicher Ausbrüche vermieden, zeigen neuere Untersuchungen, dass dieses Risiko oft überbewertet wird.
- Biologika: Im Gegensatz zu anderen Optionen verlieren Biologika nachweislich an Wirksamkeit. Das Immunsystem kann diese Medikamente als fremd erkennen und ihre Wirkung neutralisieren. Dies dauert in der Regel 6–24 Monate, aber auch eine verminderte Wirksamkeit kann vorübergehend ausreichen. Nach einem Jahrzehnt erhalten nur 26 % der Patienten weiterhin ihr ursprüngliches Biologikum, wobei die meisten Umstellungen auf schlechtere Ergebnisse zurückzuführen sind. Entscheidend ist, dass Widerstand nicht universell ist; Durch den Wechsel zu einem anderen Biologikum derselben Klasse kann die Wirksamkeit häufig wiederhergestellt werden.
- Andere Therapien: Behandlungen wie Acitretin, Ciclosporin und Methotrexat verlieren normalerweise nicht an Wirksamkeit, aber Einschränkungen in ihrer Gesamtwirksamkeit oder Nebenwirkungen können sie für eine Langzeitanwendung ungeeignet machen. Die Phototherapie kann auch an Wirksamkeit verlieren, wenn sich die Psoriasis verschlimmert oder Termine verpasst werden.
Die biologische Basis der Resistenz
Biologika, die strukturell menschlichen Bestandteilen ähneln, lösen Immunreaktionen aus, die ihre Wirksamkeit verringern. Wenn das Immunsystem lernt, diese Medikamente zu neutralisieren, nimmt ihre Wirksamkeit ab. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein behobenes Problem: Durch den Wechsel zu einem anderen Biologikum derselben Klasse (TNF-Inhibitoren, IL-17-Inhibitoren usw.) kann die Wirksamkeit häufig wiederhergestellt werden.
Was tun, wenn die Behandlung fehlschlägt?
Wenn eine Psoriasis-Behandlung nicht mehr wirkt, ist der Wechsel zu einer anderen, klinisch erprobten Option der nächste Schritt. Auf diesem Gebiet gibt es viele wirksame Behandlungsmethoden, und es entstehen immer neue.
„Wir haben großes Glück, dass wir so viele wirksame Behandlungsmöglichkeiten für Psoriasis haben“, sagt Dr. Matt Lewis von Stanford Medicine. „Die Biologika sind unglaublich wirksam und die verfügbaren Optionen werden weiter wachsen.“
Letztendlich sind ein proaktives Management und eine offene Kommunikation mit Ihrem Gesundheitsdienstleister von entscheidender Bedeutung. Wenn Ihre aktuelle Therapie nicht funktioniert, prüfen Sie Alternativen mit nachgewiesenem klinischen Erfolg.
