Die Behandlung von Krebs bringt oft eine Reihe von Herausforderungen mit sich, darunter Appetitverlust, Übelkeit und Geschmacksveränderungen, sodass sich selbst eine einfache Ernährung überwältigend anfühlt. Allerdings ist eine ausreichende Proteinzufuhr für die Genesung entscheidend, da Chemotherapie, Bestrahlung und Operationen Gewebe abbauen und die Immunfunktion unterdrücken. Der Körper benötigt Protein, um sich wieder aufzubauen, Infektionen abzuwehren und einem schwächenden Muskelschwund vorzubeugen.
Dieser Leitfaden beschreibt, wie man Protein während der Krebsbehandlung und -heilung priorisieren kann, wobei der Schwerpunkt auf der Maximierung der Aufnahme bei gleichzeitiger Bewältigung häufiger Nebenwirkungen liegt.
Warum Protein in der Krebsbehandlung wichtig ist
Krebs und seine Behandlungen führen zu einem Zustand erhöhten Katabolismus, in dem der Körper mehr Protein abbaut als er aufbaut. Dies führt zu Muskelschwund (Kachexie), geschwächter Immunität und verlängerten Erholungszeiten. Ausreichende Proteinzufuhr (1,2–1,6 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht täglich) hilft, diesen Effekten entgegenzuwirken. Studien zeigen, dass der Verzehr von mehr als 1,4 g/kg Muskelmasse erhält, während eine Zufuhr von weniger als 1,2 g/kg den Muskelabbau beschleunigt.
Für eine 68 kg schwere Person entspricht dies etwa 85–110 Gramm Protein pro Tag. Diese auf die Mahlzeiten zu verteilen – etwa 25–30 Gramm pro Portion – ist effektiver, als zu versuchen, alles auf einmal zu sich zu nehmen.
Der Vorteil von pflanzlichem Protein
Während jede Proteinquelle hilfreich sein kann, bietet die Bevorzugung pflanzlicher Optionen zusätzliche Vorteile. Die Forschung zeigt zunehmend, dass Pflanzenproteine für die langfristige Gesundheit überlegen sind, indem sie die Krebssterblichkeit reduzieren, die kardiometabolische Funktion verbessern und die Langlebigkeit unterstützen.
Pflanzliche Proteine enthalten von Natur aus weniger gesättigte Fettsäuren und sind reich an Ballaststoffen, Antioxidantien, Vitaminen und Mineralien. Selbst kleine Veränderungen – der Ersatz von nur 3 % des tierischen Proteins durch pflanzliches Protein – wurden mit einem geringeren Risiko, an Krebs zu sterben, in Verbindung gebracht.
Top pflanzliche Proteinquellen:
- Soja: Tofu (20 g Protein/Tasse) und Edamame (18 g Protein/Tasse) sind vielseitig und erschwinglich. Studien zeigen, dass Vollwertkost aus Soja das Risiko und das Wiederauftreten von Brustkrebs senken kann. Sie helfen auch bei der Behandlung behandlungsbedingter Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen.
- Linsen: Eine Tasse enthält etwa 18 g Protein und 16 g Ballaststoffe. Linsen sind leicht verdaulich und können zum leichteren Verzehr in Suppen oder Pürees gemischt werden.
- Weitere Optionen: Hanfsamen, Chiasamen, Bohnen und mit Proteinen angereicherter Pflanzenjoghurt können ebenfalls die Aufnahme steigern.
Strategien für den Fall, dass sich das Essen schwer anfühlt
Krebsbehandlungen haben oft Nebenwirkungen, die das Essen erschweren. So überwinden Sie sie:
- Kleine, häufige Mahlzeiten: Anstatt große Mahlzeiten zu erzwingen, konzentrieren Sie sich über den Tag verteilt auf kleinere, überschaubarere Portionen.
- Smoothies und Shakes: Diese können leicht eingenommen werden, wenn der Appetit gering ist. Verwenden Sie pflanzliches Proteinpulver, Früchte und gesunde Fette für zusätzliche Nährstoffe. Hochwertige vorgefertigte Shakes (z. B. Kate Farms) können für einen praktischen Boost sorgen.
- Weiche Lebensmittel: Suppen, Eintöpfe, Pürees und Haferflocken sind leichter zu schlucken und verdaulich.
- Protein-Booster: Fügen Sie Hanf oder Leinsamen zu Haferflocken hinzu, rühren Sie Nährhefe in Soßen ein oder naschen Sie geröstete Kichererbsen.
Wichtige Erkenntnisse
Eine erhöhte Proteinzufuhr während der Krebsbehandlung ist für den Erhalt der Muskelmasse, die Stärkung des Immunsystems und die Verbesserung der Lebensqualität von entscheidender Bedeutung. Die Priorisierung pflanzlicher Proteine bietet zusätzliche gesundheitliche Vorteile. Das Ziel ist nicht Perfektion; Es geht darum, Ihren Körper dort zu treffen, wo er ist, eine Mahlzeit oder einen Snack nach der anderen.
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